Chronik - FC Windhausen

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50 Jahre Sportplatz Windhausen (1958 – 2008)


„Wer von der Kreisstraße her ins Dorf einfährt, hat seine Freude über den Blick auf die schöne Anlage, die nun am letzten Sonntag feierlich geweiht wurde. Der FC Windhausen und die Schule, die beide die „Sportstätte Mühlenweise“ in ihre Obhut genommen haben, warteten mit einem Programm und sportlichen Darbietungen auf“. So eine Meldung im Seesener Beobachter vom 20. Mai 1953. Mit der Sportstätte ist der Windhäuser Sportplatz gemeint. 50 Jahre besteht er jetzt. Die Schule als weiterer Nutzer hat sich 1972 „verabschiedet“, geblieben ist seit 1958 als Nutzer der FC Windhausen. Für die Windhäuser war es 1958 ein historischer Augenblick, als der neue, schon lange erwünschte und notwendige Sportplatz eingeweiht werden konnte.

Als weiterer Meilenstein in der langen Geschichte des FC kam in den Jahren 1970/72 der Bau des Sportheimes, natürlich in Eigenhilfe und mit Hilfe der Gemeinde, des Landkreises Gandersheim und des Kreissportbundes, hinzu. Durch diese beiden Maßnahmen wurden nicht haltbare Umstände beseitigt. Bis 1958 spielte sich nämlich das Fußballgeschehen auf einem kleinen Sportplatz in den Grundwiesen oberhalb von Windhausen ab. Bis 1971 zogen sich die Fußballer im Vereinslokal „Zum Krug“ um und gingen dann zum Sportplatz. Vereinswirtin Anni von der Ehe sorgte nach den Spielen auf dem Hof der Gaststätte stets für eine volle Wasserwanne zum Reinigen der Schuhe. An Duschen war überhaupt nicht zu denken.

Der Sportplatz in der Mühlenwiese wurde in den Jahren 1957/58 in Handarbeit angelegt. Mit Hacken und Schaufeln, Schiebekarren und Loren, wurden die Erdarbeiten ausgeführt. Der unvergessene FC Vorsitzende Willi Piepenschneider, im Jahr 1922 Mitbegründer des FC Windhausen, war es, der sich besonders um „seinen“ Sportplatz verdient machte. Immer wieder sorgte er für, das seine „Jungs“ „Hand anlegten“.

Der „Seesener Beobachter berichtete“ dann auch am 20. Mai 1958, dass Karl Kruse, Windhausens Bürgermeister, den neuen Platz der Jugend übergab. Willi Piepenschneider und der Schulleiter Günter Kayser dankten allen Helfern und der Gemeinde sowie ihrem Bürgermeister Karl Kruse für das wertvolle „Geschenk“. Glückwünsche waren auch vom Kreissportbundvorsitzenden Rudi Krüger zu hören. „In bunten Farben flatterten die Fahnen an den Masten, und bunt war das Treiben auf dem schönen neuen Sportplatz. Die Dankbarkeit der Windhäuser Jugend war aus den strahlenden Augen der Schulkinder und Sportler zu sehen“. So der weitere Bericht im Seesener Beobachter.

 
 

50 Jahre Vereinsgeschichte des
FC Windhausen
von 1922 e.V.



Am 1. April des Jahres 1922 wurde in Windhausen der Fußballclub Windhausen gegründet.

An der Gründung des Vereins beteiligten sich die Sportkameraden

August Beyer
Karl Meier
Karl Ohse
Karl Peinemann
Karl Ricke
Karl Wiese
Wilhelm Friedrichs
Willi Meier
Willi Piepenschneider
Willi Sander
Willi Schönemann

Alle diese Gründer befanden sich seinerzeit im Alter von ca. 20 Jahren und hatten das Ziel, Sport zu betreiben.

Ein Sportplatz war seinerzeit natürlich nicht vorhanden. Es konnten demnach auch nur dann Fußballspiele ausgetragen werden, wenn die Wiesen abgeerntet waren. Vor allen Dingen der Schützenplatz und die Wiesen oberhalb des Dorfes waren es, die für Fußballzwecke zweckentfremdet wurden.

(Foto) Die Fußballmannschaft des FC Windhausen, wie sie sich kurz nach der Vereinsgründung zusammensetzte, auf dem Gelände des Schützenplatzes.
hinten stehend:  H. Schönemann, W. Peinemann, W. Schönemann, K. Ricke
vorne knieend:  W. Sander, H. Schönemann, K. Meier

 
 

Nach der Gründung des Vereins wurde im Jahr 1928 ein Vereinsbanner angeschafft. Die Fahnenweihe fand im Herbst des gleichen Jahres feierlich statt. Leider ging diese Vereinsfahne in den Kriegsjahren verloren. Das heutige Vereinsbanner wurde von einigen Ehefrauen aktiver Spieler selbst hergestellt.

Im Jahr 1928 wurde ein großes Sportfest abgehalten.

Verbunden wurde dieses Sportfest mit einem großen Pokalturnier. an dem 14 Mannschaften teilnahmen (darunter u. a. die bekannte Mannschaft von Herzberg 08).

Da damals kein geeigneter Saal vorhanden war, wurde auf dem Hof der Thiemannschen Gastwirtschaft (heute Gasthaus „Zur alten Burg“) ein Tanzzelt aufgebaut. Auch für Belustigungen aller Art war gesorgt. Vereinswirt und Pächter des Zeltes war damals der Wirt der Gastwirtschaft „Zur alten Burg“. Fritz Kreth.

Mit dem Bau eines Sportplatzes wurde im Jahre 1931 begonnen. Nur durch große Eigenleistungen der Sportkameraden war es möglich, diesen Sportplatz im Jahre 1932 fertigzustellen. Der Sportplatz befand sich in den Grundwiesen und lag zwischen der heutigen Landesstraße und dem jetzigen Waldweg. Die Abmessungen dieses Platzes waren 43 x 70 m. Es soll öfter vorgekommen sein, daß die Torsteher beim Abstoß schon Tore schossen.


Sportkameraden beim Bau des Sportplatzes (1931 — 1932)

 
 

Der 2. Weltkrieg ging auch am Vereinsieben des FC Windhausen nicht spurlos vorüber. Manche der aktiven Sportkameraden kehrten aus dem Krieg nicht wieder zurück.

Der Sportbetrieb kam fast völlig zum Erliegen.

Es mußte von neuem angefangen werden. Nichts mehr war vorhanden, was einen Sportbetrieb ermöglichte. Weder Trikots noch Schuhe oder Fußbälle waren vorhanden. Auf dem Sportplatz des FC Windhausen waren 2 Behelfs-Heime errichtet worden.

Der damalige Vereinswirt Wilhelm Wemheuer leistete dem Verein die erste finanzielle Hilfe. Er lieh dem Verein einige Gelder. Mit diesem geborgten Geld wurden dann die Anschaffungen vorgenommen, die zum Spielbetrieb unbedingt gehörten.

Nachdem von der britischen Militärregierung die Genehmigung zur Gründung von Sportvereinen gegeben wurde, fanden sich am 23. November 1945 Freunde und Gönner des Sportes in der Metjeschen Gastwirtschaft (Zum Krug) ein. Es wurde von den Sportfreunden beschlossen, Turnen und Fußballspielen zu betreiben. Der Name des Vereins lautete: TSV - Turn- und Sportverein Windhausen. Als Vereinslokal wurde die Metjesche Gastwirtschaft bestimmt.

In den Vorstand wurden gewählt:

Vorsitzender: Schuhmachermeister Wilhelm Lex
Kassenwart: Heinz Kruschel
Schriftführer: Karl Meier
techn. Leiter: Otto Pabst

Zum Spielführer der 1. Mannschaft wurde Marjan Brandt, zum Spielführer der 1. Jugend August Beyer jr. und zum Ballwart Willi Wiese gewählt.

Der Verein selbst wurde von 42 Mitgliedern wiedergegründet. Diese Mitglieder mußten der Militärregierung gemeldet werden.

Bereits am 28. November 1945, also 5 Tage nach der neuen Vereinsgründung, fand eine Spielerversammlung statt, auf der die Erfassung der Spieler der 1. Herren-Mannschaft stattfand. Über die einheitliche Mannschaftskleidung wurde beraten. Wichtig war zu der Zeit bestimmt der Beschluß, alle noch verfügbaren Fußballschuhe sofort dem Schuhmacher zur Reparatur zuzustellen. Auch die Beschaffung von Vereinstrikots machte größere Schwierigkeiten. Es wurde versucht, einheitlich in schwarz-gelben Trikots zu spielen.

Am 16. Dezember 1945 fand wiederum eine Versammlung statt. Es wurde beschlossen, daß am 2. Weihnachtsfeiertag ein geschlossenes Vergnügen abgehalten werden sollte. Unter den Mitgliedern wurde dazu Holz gesammelt, um den Saal einheizen zu können!

 
 

Im Februar 1946 wurde ein neuer Spielausschuß gewählt, der sich aus den Sportkameraden Marjan Brandt, Friedrich Behnsen, Karl Meier, August Beyer und Heinrich Schönemann zusammensetzte.

Die 1. Mannschaft wurde neu formiert. Torwart: Marjan Brandt,
Verteidiger: Behrens und Beyer, Läufer: Orf, Schönemann, Sturm. Sturm: Schmidt, Kruschel, Dembsky, Lobert, Hillebrecht.

Ersatz: Keinert, Ostermeyer, Lex, Loberg und Behnsen.

Die 1. Jugend setzte sich zusammen aus den Spielern K. Peinemann, E. Hillebrecht, K. Nohs, P. KeIp, H. Sander, W. Hillebrecht, Römermann, Bock, Kassebohm, A. Beyer, Ostermeyer, Wauge und Flügge.

Für die Turnabteilung wurden als Vorturner der Schülerriege Heinz Kruschel und Hermann Hillebrecht gewählt.

In der Versammlung vom 16. März 1946 wurde die Aufstellung der Damen-Turnriege beschlossen, da sich 14 Frauen für die Turnabteilung meldeten. Lt. Versammlungsbeschluß wurde den männlichen Mitgliedern das Betreten des Turnsaales (Metjesche Gastwirtschaft) an den Übungsabenden der Damen strengstens verboten!

Über das 1. Kreissportbundtreffen, das am 17. Februar 1946 in Seesen stattfand, wurde berichtet. Bei diesem Kreissportbundtreffen wurden auch die Richtlinien bekannt gegeben, die die Militärregierung für den Aufbau von Sport- vereinen erlassen hatte.

Der Verein gehörte dem Gau Sportbund Niedersachsen an. Alle Vorstandsmitglieder durften nicht Parteigenossen gewesen sein. Der Name des früheren Vereins (Name des Vereins bis zum Ende des 2. Weltkrieges) durfte wieder geführt werden.

Die Vertreter des Windhäuser Sportvereins, des TSV Windhausen, meldeten auf dieser Kreissportbundtagung, daß der Verein unter dem Namen „FC Windhausen“ geführt werden sollte. Der 17. Februar 1946 ist somit der Tag, seit dem der Verein nach dem Krieg unter diesem Namen weitergeführt wird.

Aus einer Meldung an den Kreissportbund ist zu entnehmen, daß der Verein über folgende Sportgeräte verfügte:

1 Reck, 1 Pferd, 1 Barren, 1 Hochsprunggerät, 1 Hantel, 1 Schleuderball,
1 Expander, 1 Kugel (4 kg) und 1 Diskus. Das Pferd und der Barren sind auch heute noch, wenn auch nicht mehr in bestem Zustand, vorhanden.

Als Vereinssatzung wurden 1946 die einheitlichen Richtlinien des Gaues Niedersachsen angenommen.

Als Spartenleiter wurden gemeldet: Otto Pabst (Turnen), Hermann Hirschhausen (Jugendturnwart), Heinz Kruschel (Leichtathletik), Marjan Brandt (Spielwart).

Der 1. Vorsitzende gab seinerzeit bekannt, daß sich jedes Mitglied der Jugend am Sport zu beteiligen habe, widrigenfalls der Ausschluß erfolgt.

 
 

Daß dieser Aufruf nicht ohne Ernst gemeint war, kann aus den Protokollen entnommen werden, in denen mancher Ausschluß wegen geringem sportlichen Interesse festgehalten wurde. Zu der heutigen Zeit würde ein Vorsitzender mit diesem Aufruf leider keine Erfolge erzielen.

In der Jahreshauptversammlung am 8. Januar 1948 gab es Auseinandersetzungen zwischen der Turnabteilung und der Fußballabteilung, die besonders die Frage des Vereinslokals betrafen. Die Sparte Fußball beanspruchte das Lokal Wemheuer (Alte Burg) als Vereinslokal. Dieses wurde auch beschlossen. Aus den Protokollunterlagen ist zu entnehmen, daß 1948 auch beschlossen wurde, das alte traditionelle Protokollbuch des Vereins weiterzuführen. Dieser Beschluß läßt darauf schließen, daß in der Zwischenzeit die Sparte Fußball ein eigenes Protokollbuch führte. Festgelegt wurde weiter vom damaligen Vorstand, unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Albert Schramm, daß die Vereinstrikots aus grüner Hose und weißen Hemden mit grünen Kragen und Ärmelaufschlägen bestehen (heutige Vereinsfarben auch grün-weiß).

Nach weiteren Protokollaufzeichnungen wurde im Jahr 1948 der noch weiter geführte TSV (Turnabteilung) aufgelöst. Der Verein wurde von der Sparte Fußball, des FC Windhausen, weitergeführt. Aufgrund dieser Wirrungen brachten Vorstandswahlen am 12. Dezember 1948 neue Vorstandsmitglieder: Einstimmig wurde der Sportkamerad Willi Sander als 1. Vorsitzender gewählt. Zum 2. Vorsitzenden wurde Hermann Schönemann und zum Schriftführer August Metje gewählt. Die Aufgaben des Kassenwartes nahm Gustav Zahn wahr.

Damit der Fußballspielbetrieb überhaupt weitergeführt werden konnte, beschlossen die Mitglieder, eine Anleihe unter den Sportkameraden aufzunehmen. Diese Aktion brachte den Betrag von 200,— DM. Damit konnten Bälle usw. gekauft werden. An der am 6. März 1949 beginnenden Verbandsspielserie nahm die 1. Herren teil.

Nachdem der Spielbetrieb der Fußballmannschaften dank der uneigennützigen Hilfe aller am Fußballsport Interessierten in geordneten Bahnen lief, führte der Verein des öfteren Vergnügen und Veranstaltungen durch, die meistens das Ergebnis hatten, die finanzschwache Vereinskasse aufzubessern.

Am 14. 1. 1951 legte der 1. Vorsitzende Willi Sander sein Amt nieder. Der Sportkamerad Willi Piepenschneider wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als 2. Vorsitzender wurde Marjan Brandt, zum Schriftführer August Metje gewählt. Kassenwart wurde Kurt Weber. Bereits ein Jahr später war wiederum eine Umbesetzung des Vorstandes notwendig. Als 2. und 3. Vorsitzende wurden Kurt Weber und Rudolf Badermann gewählt.

 
 

1953 wurde die B-Jugend in der Staffel-Mitte Staffelmeister und erhielt gleichzeitig den Fairneßpokal. Die 1. Herrenmannschaft spielte seinerzeit in der Kreisklasse.

Auch eine Tischtennisabteilung wurde geführt. Die Übungsabende fanden im kleinen Saal der Gastwirtschaft Wemheuer statt. Der Turnbetrieb kam leider zum Erliegen. 1956 wurde auf Antrag interessierter junger Sportlerinnen eine Damenhandballriege gegründet, die jedoch nicht an Punktspielen teilnahm.

In der Jahreshauptversammlung 1956 gab Bürgermeister Karl Kruse bekannt, daß der Rat der Gemeinde Windhausen beschlossen habe, einen neuen Sportplatz zu bauen, da der alte Sportplatz in den Grundwiesen den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde und schon mehrfach Auflagen und Einschränkungen für den Spielbetrieb erlassen wurden. Vorgesehen war für den Bau des Sportplatzes das Gelände der unteren Mühlenwiese.

Da die Absicht bestand, diesen Sportplatz in Eigenleistung herzurichten, wurde an alle Mitglieder appelliert, tatkräftig beim Bau mitzuhelfen. Die Gemeinde selbst hatte Grundstücke dafür angekauft bzw. Grundstücke für den Sportplatzbau getauscht.

Im Jahr 1957 wurden dann die Arbeiten vorgenommen, um einen sportgerechten Fußballplatz zu erstellen. Umfangreiche Erdarbeiten wurden ohne den Einsatz von Maschinen vorgenommen.


 
 

Lediglich eine Lore auf Feldbahnschienen war für die Verteilung der Erdmassen vorhanden. In dieser Zeit zeigte sich besonders der 1. Vorsitzende Willi Piepenschneider als der Motor für diese große Eigenleistung. Unzählig viele Stunden verbrachte er mit einigen treuen Helfern dabei, der damaligen und der künftigen Sportjugend einen Sportplatz zu schaffen.

Am 18. Mai 1958 fand dann unter Beteiligung der Vertreter des Land-Kreises Gandersheim und den Vertretern der Sportverbände die Einweihung des Sportplatzes statt.

In der Spielserie 1958/1959 wurde die 1. Herren in der Kreisklasse B Kreis- meister und stieg in die 1. Kreisklasse Gandersheim auf. Leider folgte 1961 wiederum der Abstieg aus dieser höchsten Kreisklasse.

Im Jahr 1962 wurde das 4ojährige Bestehen des Vereins gefeiert. Aus Anlaß dieses Jubiläums wurde der Sportkamerad Willi Piepenschneider mit der Goldenen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet.

Der Vorstand setzte sich seinerzeit aus Willi Piepenschneider (1. Vorsitzender), Rudolf Badermann (2. Vorsitzender), Hermann Sander (Beisitzer), Ludolf Hartung (Schriftführer), Kurt Weber (Kassenwart), zusammen. 1964 wurde als Kassenwart Karl Schwarze gewählt.

Die Jahreshauptversammlung vom 9. 1. 1965 fand nach langen Jahren wieder in der Gastwirtschaft „Zum Krug“ statt, da das bisherige Vereinslokal „Zur Alten Burg“ nicht mehr bewirtschaftet wurde. 1966 gehörten dem Verein 80 Mitglieder an. Die 1. Herrenmannschaft hielt in diesem Jahr in der Kreis- klasse B einen ausgezeichneten Tabellenplatz.

Die Vorstandswahlen erbrachten 1966 wiederum verschiedene Wechsel. Der seit dem Jahr 1965 das Amt des Schriftführers ausführende Horst Sablotny übernahm zusätzlich das Amt des Kassenwartes. Der bisherige Kassenwart Karl Schwarze wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt.

Die Aufgaben des Jugendwartes übernimmt der bisherige 2. Vorsitzende Rudolf Badermann.

Nachdem die 1. Herren 1965 in die 1. Kreisklasse aufgestiegen war, wurde eine II. Mannschaft wieder gemeldet. Die ausgezeichnete Kameradschaft und die Begeisterung aller aktiven und passiven Mitglieder spornten alle Mannschaften an, das Beste zu tun. Das schlägt sich nicht zuletzt im Kassenbestand nieder. Horst Sablotny konnte in den Jahreshauptversammlungen berichten, daß der Kassenbestand immer ansteigend war. So konnten auch umfangreichere Anschaffungen vorgenommen werden. Jede Mannschaft verfügte über ausreichende Trikots.

 
 

Der 1. Vorsitzende Willi Piepenschneider gibt 1967 das Amt des 1. Vorsitzenden ab. Bereits 44 Jahre ist er aktiv im Verein tätig. In den letzten 16 Jahren führte er das Amt des 1. Vorsitzenden aus. Sein vorgeschrittenes Alter macht es ihm nicht möglich, dieses Amt weiterhin ausführen zu können. Unter der Leitung dieses verdienten Sportkameraden hat der FC Windhausen eine stetig ansteigende Leistung vollbracht. Vor allen Dingen ist sein großer Einsatz beim Bau des Sportplatzes zu erwähnen. Die vielen Stunden, die er dabei verbracht hat, und die vielen Anregungen, die von ihm kamen, sind unvergessen. Auch als langjähriges Mitglied im Gemeinderat der Gemeinde Windhausen setzte er sich stets für die Belange seines Vereines und des Sportes ein. Für die Mitglieder des Vereins war es eine Selbstverständlichkeit, ihn als Ehrenvorsitzenden zu wählen.

Als sein Nachfolger wurde der langjährige 2. Vorsitzende Rudolf Badermann gewählt. Zum 2. Vorsitzenden wurde Karl Schwarze gewählt. Die Geschäfte des Vereins wurden von Horst Sablotny geführt, der auch als Betreuer der 1. Herren fungierte.

Auch im Jahr 1967 waren die sportlichen Erfolge des Vereins beachtlich. Unvergessen bleiben wird die Erringung des Pokales durch die 1. Herren beim Pokalturnier in Herrhausen am 5. 8. 1967. Im Entscheidungsspiel konnte geg6ii den Aufsteiger in die Bezirksklasse, Engelade, in einem äußerst spannenden Spiel gewonnen werden. Auch die Jugendmannschaft gab zu größeren Hoffnungen Anlaß. Alle diese Erfolge und eine intensive Mitgliederwerbung durch den Geschäftsführer des Vereins und des Vereinswirtes Friedrich v. d. Ehe trugen dazu bei, daß dem Verein 1967 inzwischen 135 Mitglieder angehörten.

Ein weiterer Wunsch der Sportler des FC Windhausen sollte nunmehr in Erfüllung gehen. Auf Anregung von sportbegeisterten Ratsherren hat der Rat der Gemeinde Windhausen beschlossen, ein Sportheim mit Umkleideräumen und Waschanlagen zu bauen. Die Mitglieder des FC Windhausen erklärten sich bereit, dieses Sportheim in Eigenleistung zu errichten. Zuvor hatte die Gemeinde noch eine Restfläche des Sportplatzes gekauft. Im Herbst 1968 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Seit 1971 befindet sich dieses Sport- heim in Benutzung. Die offizielle Einweihung wird zum Sportfest am 30. 6. 1972 stattfinden. Gerade die Gäste des FC Windhausen begrüßen die vorbildlichen Umkleidemöglichkeiten, da bisher nur die Umkleide- und Waschmöglichkeit im Vereinslokal zur Verfügung standen.

Daß die Errichtung eines derartigen Sportheimes im Wert von über 50 000 DM in Eigenleistung durch Sportkameraden naturgemäß größere Schwierigkeiten machte, läßt sich leider an der längeren Bauzeit erkennen. Wenn nicht immer wieder Vorstandsmitglieder tatkräftig mit Hand angelegt hätten, hätte das Sportheim 1971 nicht zur Benutzung freigegeben werden können. Den Sportkameraden, die sich bei dem Bau des Sportheimes betätigt haben, und vor allen Dingen den Handwerkern gebührt der Dank für die Unterstützung. Auch dem Landkreis Gandersheim und den Sportverbänden sowie der Gemeinde Windhausen muß der Dank für die finanzielle Hilfe ausgesprochen werden.

 
 

Schon längere Zeit spielen im FC Windhausen 5 Mannschaften. Neben der 1. Herren (1. Kreisklasse) spielt eine 2. Herrenmannschaft in der 3. Kreisklasse. Die Jugendmannschaft stieg 1970 in die Kreissonderjugend auf. Die Knabenmannschaft gibt zu Hoffnungen Anlaß. Eine Alte-Herren-Mannschaft wurde 1968 zum aktiven Spielbetrieb gemeldet.

Im Jahr 1969 wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich aus dem 1. Vorsitzenden Hans Orf, dem 2. Vorsitzenden Karl Schwarze, dem Kassenwart Winfried Bischoff und dem Schriftführer Horst Sablotny zusammensetzte.

1969 gehörten dem Verein bereits 151 Mitglieder an.

In der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1970 wurde eine neue Satzung beschlossen. Ferner erfolgte der Beschluß, den Verein in das Vereinsregister eintragen zu lassen und nunmehr den Namen zu führen „ FC Windhausen von 1922 e.V.“

Im Jahr 1970 wurde vom Verein ein nebenberuflicher Trainer für das Training der 1. Herren und der weiteren interessierten Sportkameraden eingestellt. Leider wurden die Erwartungen, die sich der Vorstand mit einem Trainer gemacht hat, nicht erfüllt. Weiter wurde 1970 eine Damen-Gymnastik-Abteilung gegründet, die wöchentlich im Saal der „Alten Burg“ ihre Übungsabende abhält. Die Aufgabe der Leiterin dieser Abteilung wird von Edith Schwarze wahrgenommen.

Der Sportkamerad Horst Sablotny scheidet 1971 als Schriftführer des Vereins aus. Seine Aufgabe übernimmt Manfred Sander.

Ein bemerkenswertes Ereignis in der fast 50jährigen Geschichte des FC Windhausen ist im Jahr 1971 zu verzeichnen. Zum ersten Mal finden sich Damen mit der Absicht zusammen, Fußball zu spielen. Nach wochenlangem Training unter der Leitung von Karl Schwarze ist es soweit, daß die Damen aktiv werden können. Das erste Spiel gegen eine Damenmannschaft von Engelade lockt nach umfangreicher Werbearbeit über 800 Zuschauer auf den Sportplatz des FC Windhausen. Daß dieses erste größere Spiel verloren geht, tut der Begeisterung keinen Abbruch. Auch das zweite Spiel der Damen wird noch von über 300 Zuschauern besucht.

Nach mehreren Pokalspielen ruht z. Zt. jedoch der Damen-Fußballbetrieb. Es ist zu hoffen, daß noch in diesem Jahr sich die Mannschaft wieder neu formieren wird.

 
 

Daß der FC Windhausen in all den Jahren seiner Vereinsgeschichte sich nicht nur an den Fußballpunktspielen beteiligte, erkennt man an den vielen Ehrungen und Pokalen, die die Mannschaften im Laufe der Zeit erringen konnten. Pokalspiele, Freundschaftsspiele und Freundschaftsbesuche wurden durchgeführt. Besonders erwähnenswert ist die langjährige Freundschaft mit dem FC Spaden-Lehe b. Bremerhaven. Schon mehrere Male fanden gegenseitige Besuche statt. Die große Gastfreundschaft der Mitglieder des FC Spaden-Lehe beim letzten Besuch des FC Windhausen im Jahr 1970 soll nunmehr durch die Einladung zum 5ojährigen Vereinsjubiläum erwidert werden.

Die seit einigen Jahren in Niedersachsen anstehende Verwaltungs- und Gebietsreform macht auch Veränderungen auf dem sportlichen Gebiet erforderlich. Nach einer über 13Ojährigen Kreiszugehörigkeit zum Landkreis Gandersheim wird nunmehr Windhausen ab 1. 7. 1972 dem Landkreis Osterode angegliedert. Zusammen mit den benachbarten Orten Gittelde, Badenhausen, Teichhütte, Eisdorf, Willensen und der Bergstadt Bad Grund wird eine Samtgemeinde gebildet. Die Sportvereine werden durch diesen Gemeindezusammenschluß nicht direkt berührt, weil jede Gemeinde das Beschlußrecht über Sportförderungsmaßnahmen behält. Lediglich Sportförderungsmaßnahmen mit überörtlicher Bedeutung werden von der Samtgemeinde geplant und durchgeführt.

Jedoch besteht ein Beschluß des Nieders. Fußballverbandes, der vorsieht, daß die durch die Verwaltungs- und Gebietsreform betroffenen Vereine nach Möglichkeit auch sportlich dem neuen Kreis angegliedert werden sollen. So hat sich der FC Windhausen entscheiden müssen, ab Beginn der Fußballserie 1972/1973 im Landkreis Osterode und somit im NFV-Bezirk Osterode zu spielen.

Dem Landkreis Gandersheim, dem NFV-Kreis Gandersheim und dem NFV-Bezirk sei an dieser Stelle für die langjährige Unterstützung in sportlicher und finanzieller Hinsicht recht herzlich gedankt. Der FC Windhausen hofft und wünscht, daß im zukünftigen Landkreis die Sportkameradschaft und die Aufgeschlossenheit für die Belange des Sportes ebenso sind, wie sie im Landkreis Gandersheim vorhanden waren.

 
 

Folgende Vereinsmitglieder sind seit 1972 ehrenamtlich im Verein tätig:

1. Vorsitzender:  Hans Orf
2. Vorsitzender:  Karl Schwarze
Schriftführer:  Manfred Sander
Kassenwart:  Harrybert Weber

Sportwart:  Dieter Schwarze
Frauenfachwartin:  Edith Schwarze
Presse- und Sozialwart:  Horst Sablotny

Kassenprüfer:  Detlef Just, Helmut Biegling, Gudrun Wauge

Spielausschuß:
1. Herren:  Manfred Lindner, Jürgen Badermann
2. Herren:  Dieter Orf, Ernst-Albert Kern
Alte Herren:  Ernst Ringels, Günther Friedrichs
Damenmannschaft:  Marion Franke, Irma Schwarze
Jugendmannschaft:  Bernd Zahn, Uwe Wauge
Betreuer der Knaben:  Hermann Hillebrecht
Trainer der 1. Herren:  Dieter Schwarze und Heinrich Axmann

Fähnrich:  Karl-Heinz Ehehalt

Ehrenrat:  Karl Lobert, Willi Sander, Karl Kruse, Richard Fuge (Obmann)

Schiedsrichter:  Manfred Sander, Dieter Schwarze, Dieter Orf, Kl-Dieter Zwickert

 
 

Die einzelnen Fußballmannschaften des FC Windhausen setzen sich aus folgenden aktiven Fußballspielern zusammen:

 

I. H E R R E N — 1. Kreisklasse Gandersheim

Manfred Lindner
Bernd Mainka
Heinz von der Ehe
Harald Wauge
Joachim Grupe
Karl-Heinz Ehehalt

Reiner Orf
Harald Blachowski
Jürgen Badermann
Wilfried Uhde
Jürgen Sander
Dieter Schwarze

 

II. H E R R E N — 3. Kreisklasse Gandersheim

Horst Ludwig
Axel Frank
Lorenz Hassler
Dietmar Friedrichs
Wolfgang Kern
Horst Draheim
Ernst-Albert Kern

Dieter Orf
Harald Rösnick
Jürgen Stövener
Peter Wurm
Hans-Hermann Wauge
Heinz Riemann
Jürgen Friedrichs

 

„A L T E  H E R R E N“ — Staffel Gandersheim

Günther Friedrichs
Heinrich Axmann
Hans Nagel
Harrybert Weber
Manfred Hühne
Otfried Lindner
Horst Kobbe
Karl Schwarze

Ernst Ringels
Albert Schwarze
Helmut Biegling
Karl Hillebrecht
Heinz Bieleit
Dieter Schönemann
Horst Sablotny

 

J U G E N D  A/B — Jugend Gandersheim

Uwe Wauge
Marjan Brandt
Detlef Mainka
Reinhard Weber
Ullrich Selzer
Bernd Zahn
Bernd Klingebiel

Detlef Teichner
Hans-Dieter Wedemeyer
Lutz Wauge
Michael Keinert
Kurt Pfeifenberger
Günther Tuschke
Jürgen Rösnick

 

K N A B E N  — Staffel Gandersheim

Joachim Lobert
Uwe Hillebrecht
Roger Sommermeyer
Reiner Teichner
Reiner Nagel
Reiner Flügge
Axel Lau
Andreas Fischer

Klaus Willberger
Andreas Mackowiak
Hardy Hollung
Detlef Krause
Andreas Wauge
Joachim Beck
Detlef Hanke

 

D A M E N  — Freundschaftsspiele

 

 
 

Windhausen 1972

 
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